Ärzteeigene Datenlieferung
Nutzen für den Arzt: Der Arzt erhält über das “Management Summary” bei der Zentralen Datensammelstelle (ZDS) und über den “Praxisspiegel” (nur beim Trust Center) detaillierte Einblicke in seine eigenen Umsatz- und Abrechnungsdaten und wird anonymisiert mit den kantonalen oder nationalen Fachkollegen (Referenzkollektiv) verglichen.
Abweichungen bei statistischen Werten (z.Bsp. WZW-Index) werden so frühzeitig erkannt, bevor es zu Regressforderungen kommen kann. Die Zahlen aus der elektronischen Datenanlieferung und der RoKo können in den Fragebogen der MAS importiert werden (obligatorische Befragung des Bundes).
Rechnungs- und Leistungsdaten sind essenziell, damit Krankenversicherer die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Behandlungen prüfen können. Sie sind Grundlage jeder Tarifverhandlung und helfen, Fehler oder Missbrauch zu vermeiden.
Übermittlung der elektronischen Rechnungsdaten in den nationalen Datenpool (in aller Regel über die Praxissoftware)
Wichtig: mit der Mitgliedschaft bei Trust Center Aargau oder bei NewIndex erfüllen Sie die Datenlieferungspflicht für Leistungsdaten.
Die Datenlieferung ist für AAV-Mitglieder obligatorisch - Wer keine Daten anliefert hat gemäss HV-Beschluss den Beitrag zur Tarifgestaltung (Fr. 300.-) zu entrichten!
Die strengen Auflagen wie Schweigepflicht bzgl. Weitergabe von Patientendaten und Datenschutzgesetz betreffend Umgang mit sensitiven Daten werden durch das Trust Center Aargau (TCA) vollumfänglich eingehalten.
- Patientendaten werden in der Praxis anonymisiert
- Leistungserbringerdaten werden im Rechenzentrum anonymisiert
- Weitergabe nur mit Vollmacht und Legitimation
- Details zur Datenverarbeitung bei TrustX
Das Trust Center benötigt den Dienstleistungsvertrag, die Anschlusserklärung, sowie den Fragebogen per Post an die folgende Adresse:
Trust Center Aargau, c/o Aargauischer Ärzteverband, Im Grund 12, 5405 Baden-Dättwil
AAV-Mitglieder, welche Rechnungsdaten an NewIndex via Schnittstelle der Ärztekasse anliefern möchten, bitten wir sich bei NewIndex zu registrieren.
Die Vertragsunterlagen werden von NewIndex automatisch nach der ersten Datenanlieferung generiert und der Arztpraxis zusammen mit einem Fragebogen zum Ausfüllen der Eckdaten zugestellt. Dieser Fragebogen ist notwendig, damit die von Ihnen angelieferten Daten statistisch auswertbar sind.
- Registration der Basis-Version bei New Index: Anmeldung
- Preisliste
- Anleitung für die Datenanlieferung "Basis-Version" an NewIndex
- Anleitung für Medi-Online der Ärztekasse
- FAQ - häufig gestellte Fragen
Nach wie vor ist der Ärzteverband darauf angewiesen, über möglichst vollständige Daten zu verfügen. Einerseits über elektronische Rechnungsdaten (=Leistungs-/Rechnungsdaten) der Arztpraxen, welche via Trust Center oder ZDS/Basis Variante angeliefert werden können, andererseits aber auch über betriebswirtschaftliche Eckdaten (=Kosten-/Strukturdaten) der Arztpraxen, welche via die RoKo-Studie erhoben werden. Zusammen ergeben diese Datenerhebungen ein Gesamtbild. Damit war es uns in den Tarifverhandlungen möglich bessere Taxpunktwerte auszuhandeln. Der Aargauische Ärzteverband verfolgt mit unabhängigen Daten seine Ziele konsequent.
Die Pflicht der Mitglieder für die Lieferung der Rechnungs- und Kostendaten ergibt sich aus den Mitgliederstatuten.
Daten sind Macht.
Die Rollende Kostenstudie (RoKo) ist ein Programm der Ärztekasse und der FMH, dessen Realisierung den kantonalen Ärztegesellschaften obliegt.
![]() | Die RoKo-Studie liefert wertvolle und unverzichtbare Daten für die Tarifverhandlungen auf gesamtschweizerischer wie auf kantonaler Ebene, aber auch für die durchgeführte Revision des Tarmed. Die Daten fliessen in die Analyse der Leistungsdaten der Trust Centers durch NewIndex AG ein und werden mit den Rechnungssteller-Daten von SantéSuisse verglichen. Als erste Schweizer Organisation hat die Berner Ärztegesellschaft 1989 ihre Mitglieder nach deren Praxiskosten befragt, wobei sie von der Hochschule St. Gallen unterstützt wurde. 1990 schrieb der damalige Preisüberwacher Odilo Guntern in einem NZZ-Artikel zur mangelhaften Datenlage der Ärzte: «Von Nutzen wären in diesem Zusammenhang z.B. die – längst geforderten – Daten über Praxisunkosten.» Als Folge davon wurde auf der Basis der Berner Umfrage und in Zusammenarbeit mit der Ärztekasse die Rollende Kostenstudie, die RoKo, entwickelt, die wesentliche Verbesserungen bringen sollte. Zu beachten ist aber auch, dass der Aargauische Ärzteverband hat hier eine Vorbildfunktion für andere Kantonalverbände wahrnimmt durch einen hohen Grad der Teilnahme der Mitglieder beim Trust Center Aargau sowie an der RoKo. Die Daten aus dem Kanton Aargau sind deshalb besonders wertvoll, weil wir die Krankenversicherer nicht aus ihrer vertraglich vereinbarten Lieferungspflicht der Krankenversicherer für die Rechnungssteller-Statistik entlassen haben und somit unsere Daten einen hohen Konsolidierunsgrad aufweisen. |
Ablauf:
Einmal pro Jahr Eingabe von zumindest 8 Kennzahlen aus Bilanz und Lohnausweisen; Leistungsdaten können aus dem Praxisspiegel übernommen werden. Übernahme der RoKo-Daten in MAS-Studie möglich.
Sie erhalten ein Couvert mit den elektronischen Zugangsdaten an Ihre Korrespondenzadresse. Gerne stellen wir Ihnen auch einen Papierfragebogen zum Ausfüllen zu. Setzen Sie sich dazu einfach mit uns in Verbindung.
Die Datenverarbeitung bei der RoKo ist geheim. Die Auswertungen erfolgen bei der Ärztekasse.
Wichtig: mit der Teilnahme an der RoKo erfüllen Sie die Datenlieferungspflicht für die Kosten-/Strukturdaten.
Zuständig für die technische Durchführung der RoKo war von Anfang an die Ärztekasse. Diese verfügt nicht nur über die technische Infrastruktur, die für die elektronische Erfassung und Auswertung der Daten erforderlich ist, sondern vor allem auch über ein profundes statistisches Know-how. Zuständig für die Datenermittlung sind die kantonalen Ärztegesellschaften, welche die Fragebogen den Mitgliedern mit eigener Praxis zustellen. Das angeschriebene Mitglied liefert die Daten anonym, entweder mittels mitgeliefertem Log-in online, oder füllt den Papierbogen aus und schickt ihn in einem verschlossenen Couvert direkt an Ärztekasse zurück. Die Ärztekasse kann nicht erkennen, von wem der Fragebogen ausgefüllt wurde. Inhaltlich umfasst der Erhebungsbogen 8 Zahlen, welche zwingend auszufüllen sind. Jede zusätzliche Zahl erhöht die Aussagekraft. Die Zahlen sind in die drei Hauptgruppen Aufwand, Ertrag und Leistung aufgegliedert. | ![]() |
Nach wie vor ist der Ärzteverband darauf angewiesen, über möglichst vollständige Daten zu verfügen. Einerseits über elektronische Rechnungsdaten (=Leistungs-/Rechnungsdaten) der Arztpraxen, welche via Trust Center oder ZDS/Basis Variante angeliefert werden können, andererseits aber auch über betriebswirtschaftliche Eckdaten (=Kosten-/Strukturdaten) der Arztpraxen, welche via die RoKo-Studie erhoben werden. Zusammen ergeben diese Datenerhebungen ein Gesamtbild. Damit war es uns in den Tarifverhandlungen möglich bessere Taxpunktwerte auszuhandeln. Der Aargauische Ärzteverband verfolgt mit unabhängigen Daten seine Ziele konsequent.
Die Pflicht der Mitglieder für die Lieferung der Rechnungs- und Kostendaten ergibt sich aus den Mitgliederstatuten.
Daten sind Macht.
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| BAG / BFS | BAG steht für das schweizerische Bundesamt für Gesundheit, welches für die öffentliche Gesundheit zuständig ist. BFS steht für das Bundesamt für Statistik, das Daten zu Bevölkerung, Wirtschaft und Gesundheit erhebt. Beide Bundesämter publizieren gemeinsam Daten, etwa zu Gesundheitskosten, Spitalstatistiken oder Infektionskrankheiten. |
| FG | Fachgesellschaft (oder Fachgruppe) |
| Management Summary | Der Praxisspiegel als Online-Tool wird ergänzt mit dem Management Summary, einer Zusammenfassung der wichtigsten Kennzahlen der Praxis auf zwei Seiten. Das Management Summary wird per E‑Mail versendet und kann vom Arzt auch über eine geschützte Seite in seinem TX Intro heruntergeladen werden. |
| MAS | MAS steht für Medical Ambulatory - Structures (Strukturdaten Arztpraxen und ambulante Zentren), eine wichtige Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) in der Schweiz, um Daten zur Angebotsstruktur in Arztpraxen zu sammeln. Die Daten werden für statistische und aufsichtsrechtliche Zwecke (gemäss KVG) genutzt. |
| NAKO | Die NAKO Nationale Konsolidierungsstelle (von NewIndex) ist eine schweizweit anerkannte Datenbank, die anonymisierte Abrechnungsdaten von über 10'500 Arztpraxen zusammenführt. Sie dient seit 2004 als essenzielle Basis für Tarifverhandlungen, gesundheitsökonomische Analysen und Qualitätsmessungen durch Kantonsärzte und die FMH |
| NewIndex | NewIndex (NewIndex AG) ist eine spezialisierte Datensammelstelle und Analyseplattform der Schweizer Ärzteschaft, die Abrechnungsdaten (im ambulanten Bereich) anonymisiert und auswertet. Sie unterstützt Ärzte, Verbände (wie FMH) und Kantone bei Tarifverhandlungen, Versorgungsplanung und gesundheitsökonomischen Fragen. |
| niuvidence | Niuvidence ist ein Online-Analysetool der NewIndex AG, das der Schweizer Ärzteschaft einen sicheren Zugang zu eigenen, anonymisierten Abrechnungsdaten ermöglicht. Es dient als krankenkassenunabhängige Datenbank zur Analyse von Kostendaten, unterstützt Tarifverhandlungen (z.B. für Tardoc) und hilft bei der Versorgungsplanung. |
| OBELISC | Objektive Bewertung und Führungskompetenz bei der Erhebung wissenschaftlicher Gesundheitsdaten - Objective Evaluation and Leadership in Scientific Health Data Collection |
| Praxisspiegel | Der persönliche Praxisspiegel ist ein Instrument für die standardisierte statistische Auswertung für Daten aus der Arztpraxis - und zwar online. Mehr noch: damit kann der Arzt oder die Ärztin sich mit dem Durchschnitt der Kolleginnen und Kollegen vergleichen. Der Praxisspiegel ist Messinstrument, Navigationshilfe und Ideenlieferant für die Praxisoptimierung - und damit eine Versicherung für die Ärztin bzw. den Arzt. Der Praxisspiegel erlaubt es dem Anwender, gezielte Fragen aus der Praxistätigkeit selber zu beantworten. |
| RoKo | Rollende Kostenstudie - Schweizweite Erhebung bei den Mitgliedern der kantonalen Ärztegesellschaften mittels Selbstdeklaration. Einmal pro Jahr Eingabe von mindestens 8 Kennzahlen aus Bilanz und Lohnausweisen; Aufbereitung und Darstellung von betriebswirtschaftlichen Eckwerten der Arztpraxis. Die Auswertung dieser Daten ermöglicht das Messen und Vergleichen der Wirtschaftlichkeit von Leistungen, die in der ambulanten Medizin erbracht werden und liefert wertvolle und unverzichtbare Daten für die Tarifverhandlungen. |
| TrustX | TrustX Management AG stellt das IT-System für den Betrieb des Trust Center Aargau zur Verfügung. Sie ist ein Joint Venture der Ärztekasse und der BlueCare. Beide Unternehmen haben mit der Entwicklung, erfolgreichen Einführung und Betrieb von Informatiksystemen ihre Kompetenz und Erfahrung mehrfach unter Beweis gestellt. |
| WZW | Die WZW-Analyse (auch WZW-Kriterien genannt) steht für Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Sie ist ein gesetzliches Prüfverfahren gemäss KVG (Art. 32 KVG), um festzustellen, ob medizinische Leistungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) übernommen werden. Alle drei Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein. |
| ZDS | ZDS (früher Basis-Variante) ist die Zentrale Datensammelstelle - eine pseudonymisierte Schnittstelle in der Schweiz zur Übermittlung von Rechnungsdaten an die ärzteeigene Datensammlung via New Index AG. Sie dient der Qualitätssicherung, Abrechnung und statistischen Auswertung, wobei Patientendaten nach der Anlieferung anonymisiert werden. |



